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Welche Sprach-, Sprech- oder Stimmstörungen können bei Jugendlichen und Erwachsenen auftreten?

  • Stottern
  • Poltern
  • Dysphonie
  • Rhinophonie
  • Hörstörungen
  • neurologisch bedingte Störungen wie:
  1. Aphasie
  2. Dysarthrophonie
  3. Sprechapraxie
  4. Alexie /Agraphie
  5. Dysphagie

 

 Ziele einer logopädischen Behandlung

Eine Verbesserung der Kommunikations­fähigkeit bzw. die Reduzierung einer Schluckstörung führt automatisch zur Steigerung der Lebensqualität. In vielen Fällen lässt sich eine Verbesserung der o.g. Symptomatiken erreichen und die Be­rufsfähigkeit wieder herstellen.

 

Was versteht man unter?

Aphasie ...

bezeichnet den Verlust bereits erworbener Sprachstrukturen. Verschiedene Formen von Aphasien werden unterschieden. Je nach Art und Schweregrad treten Störungen in der Spontansprache, beim Sprachverstehen und beim Lesen und Schreiben auf (z.B. Wort­findungsstörungen).

 

Dysarthrophonie ...

bezeichnet eine Störung der Sprechmotorik, Sprechatmung und / oder der Stimmgebung.

 

Sprechapraxie ...

bezeichnet eine Störung der Planung und Ausführung sprechmotorischer Bewegungen zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in der korrekten zeitlichen Reihenfolge.

 

Alexie /Agraphie ...

bezeichnet eine Störung der Schriftsprache (Lesen und Schreiben). Sie tritt meistens in Verbindung mit einer Aphasie auf, kann aber auch isoliert oder als Restsymptom einer Aphasie bestehen.

 

Dysphagie ...

bezeichnet eine Störung des Schluckaktes. Mögliche Folge der Erkrankung ist die Aspira­tion von Nahrung oder das generelle Unvermö­gen, Nahrung schlucken zu können.

 

Stottern ...

ist eine Redefluss- Störung mit oftmals unbekannter Ursache, welche unabhängig vom Willen des Betroffenen auftritt. Sie beeinträchtigt die Artikulation, die Stimmgebung und die Sprechatmung.

 

Poltern ...

bezeichnet eine Sprachgestaltungs schwä­che. Die Sprechweise ist zu schnell, über­stürzt und undeutlich. Dabei können Laute und Silben ausgelassen werden. Durch bewusste Konzentration auf das Sprechen verbessert sich, im Gegensatz zum Stot­tern, die Symptomatik.

Häufig besteht eine Kombination aus Stottern und Poltern, wobei die Grenzen fließend sein können.

 

Dysphonie ...

bezeichnet eine Stimmstörung. Man unter­scheidet funktionelle und organisch bedingte Stimmstörungen. Eine funktionell bedingte Stimmstörung tritt entweder durch unöko­nomischen Stimmgebrauch oder Überbean­spruchung des Stimmapparates auf. Eine dauerhafte Fehlbelastung der Stimme äußert sich u.a. durch Heiserkeit, Halsschmerzen, Räusperzwang bzw. einem Druckgefühl im Hals und kann zu einer krankhaften Verän­derung der Stimmbänder und, im schlimmsten Fall, zur Berufsunfähigkeit führen. Eine organisch bedingte Stimmstö­rung beruht auf einer organischen Verände­rung des Stimmapparats. Z.B. kann eine Stimmbandlähmung nach einer Schilddrüsenoperation auftreten.

 

Rhinolalie /-phonie ...

bezeichnet eine näselnde Aussprache bzw. einen näselnden Stimmklang.